| Halo 3 – Eher Ebbe als Flut |
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Gestern war es wieder so weit - Clemens und ich haben die Xbox 360 geheizt und uns vor dem Beamer breitgemacht.
Während Clemens Halo und Halo 2 bereits kannte, war ich nur aus den "damaligen" Trailern mit der Story und dem Gameplay vertraut - und daher auch neugierig auf den dritten Teil, welcher ja der Microsoft-Propaganda und dem Halo-Hype in den USA zufolge der Höhepunkt der Trilogie sein und somit den Vogel abschießen sollte. Xbox an, Beamer an, Sound aufdrehen, DVD rein und los gehts: Warmzocken mit Blazing Angels 2. ;-) Was dann? Na klar, Guitar Hero 2. Als Klassiker immer gut geeignet, die Zeit bis zum Abendessen zu überbrücken und die Finger schonmal für die darauffolgende Ballerorgie aufzuwärmen. Halo 3 versucht genauso episch wie in den Trailern zum ersten Teil zu wirken - schafft es allerdings nur hinsichtlich des Settings. Wir starten im Afrika der Erde und vertreiben ein paar übermütige Aliens. Soweit alles erwartungsgemäß. Spielerisch bietet Halo 3 nichts Neues und leistet sich durchaus kleinere Schwächen: Die Fahrzeugsteuerung ist nicht wirklich ausgereift und bietet Freunden von dedizierten Rennspielen eher Gehirnschmerzen als wahre Freude. Das Waffenarsenal ist zwar nicht wirklich beschränkt, jedoch reichlich gespickt von Nullnummern und kurzlebigen Fackeln. Oftmals findet man sich mit der elenden Standardbewaffnung wieder; ein Mal sogar im Kampf gegen einen großen Mechano-Kraken, dessen Beingelenke sich von läppischer Handwaffenmunition nicht beeindrucken lassen... Immerhin leistet sich die zu-Fuß-Steuerung keine Schwäche und bietet mit der gewohnt guten Grafik der Halo-Reihe auf der Xbox und einer gekonnten Soundkulisse wenigstens drei solide gebaute Grundpfeiler eines erfolgreichen Actionspiels. Die beständige Nerverei durch massenweise auftretende Flood-"Insektenschwärme" und die unangenehm hektische sowie unausgefeilte Story ließen uns den Titel jedoch verteufeln: Spaß gemacht hats allenfalls streckenweise. Gegen Ende hin selbst das nicht mehr – die Worte "der Krieg ist vorbei" waren uns eine echte Erlösung. Fazit: Wer's braucht. Für Fans vielleicht das Spiel des Jahrzehnts; wir freuen uns auf was anderes. |
